FB 03 - Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Debatte zur Ausbildungssituation in Sozialberufen – zwei zusätzliche …

    Debatte zur Ausbildungssituation in Sozialberufen – zwei zusätzliche Klassen für die ErzieherInnenausbildung in Schwerin gefordert

    „Wir haben die letzten Wochen und Monate verschiedene Diskussionen zur Kenntnis genommen, die in einem Kern zusammen diskutiert werden müssten: ein besserer Kita-Personalschlüssel, die Fortschreibung der Jugendhilfeplanung, eine Vorlage des Jugendamts zur Altersentwicklung der Kita-ErzieherInnen und die Debatte um einen neuen Standort der Fachschule Gesundheit und Soziales. Eine ernsthafte Beschäftigung mit der Frage, welche Kapazitäten die Ausbildung von pädagogischen Fachkräften für Kita und Hort notwendig seien, ist hier nicht zu erkennen.“, so Diana Markiwitz, Geschäftsführerin der Gewerkschaft ver.di. „Wir benötigen in der Verbindung der Themen dringend eine Auseinandersetzung mit dieser Frage, sonst ist die Perspektive für zukünftige Fachkräfte der Lebenshauptstadt Schwerin wieder für mehrere Dekaden gelaufen.“

     

    Wir benötigen dringend mindestens zwei zusätzliche Klassen für die ErzieherInnenausbildung, um die steigenden Bedarfe, einen besseren Personalschlüssel und die zu erwartenden Altersabgänge zu bewältigen.

    Diana Markiwitz, ver.di-Geschäftsführerin

    „Nach Diskussionen mit zahlreichen pädagogischen Fachkräften in den letzten Wochen hat sich ein ganzheitliches Bild ergeben. Wir benötigen dringend mindestens zwei zusätzliche Klassen für die ErzieherInnenausbildung, um die steigenden Bedarfe, einen besseren Personalschlüssel und die zu erwartenden Altersabgänge zu bewältigen. Wird jetzt nicht gehandelt, baden ErzieherInnen und Kinder in den nächsten Jahren die Misere aus. Wir fordern das Bildungsministerium auf, diese Klassen in Schwerin zusätzlich einzurichten.“, so die Gewerkschafterin weiter. „An dieser Stelle sagen wir unsere deutliche Unterstützung in Richtung Stadtpolitik zu und erwarten zudem ein deutliches Votum der Stadt gegenüber dem Land.“

     Zusätzliche Ausbildungskapazitäten müssen durch das Bildungsministerium bereitgestellt werden, die Stadt ist hier für die sächliche und räumliche Ausstattung zuständig. „Schwerin ist ein attraktiver Ausbildungsstandort für zukünftige Erzieherinnen und Erzieher. Wir vermissen eine intensive Diskussion über dieses Thema. Für die Entwicklung Schwerins und die Lebensqualität in der Landeshauptstadt ist das aber von entscheidender Bedeutung.“, so die ver.di-Geschäftsführerin Diana Markiwitz.