FB 03 - Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Kinderklinik Parchim und Geburtshilfe Crivitz erhalten und rekommunalisieren

    Kinderklinik Parchim und Geburtshilfe Crivitz erhalten und rekommunalisieren

    Demo für die Kinderklinik ver.di Schwerin Demo zum Erhalt der Kinderklinik

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert den Erhalt beider Standorte in Parchim und Crivitz und einen anderen politischen Umgang.

    ver.di unterstützt die Forderung nach einer Rekommunalisierung.

     

    Aus der Sichtweise der Gewerkschaft ver.di werden die negativen Auswirkungen der fast vollständig privatisierten medizinischen Versorgungsstrukturen für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern immer sichtbarer und spürbarer. Im ehemaligen Landkreis Parchim ist die gesamte Versorgungsstruktur in den Händen privater Konzerne. „Wir erleben, was passiert, wenn man die medizinische Versorgung dem Markt überlässt. Zukünftig haben Frauen keine Wahlmöglichkeit mehr. Sie könne zukünftig nicht mehr frei entscheiden und sind den Regeln der Privaten ausgeliefert. Wir müssen diese Situation vom Ende her denken, denn die Konzerne werden ihre Marktmacht ausweiten“, sagte Steffen Kühhirt, verantwortlich für Gesundheitspolitik bei ver.di-Nord.

    „Geburtskliniken sind ein elementarer Teil der medizinischen Grundversorgung und sie gehören in die öffentliche Hand. Punkt. Deshalb sprechen wir uns klar für eine Rekommunalisierung der Geburtshilfe Crivitz und der Kinderklinik Parchim aus. Menschen dürfen nicht zum Spielball renditeorientierter Klinikkonzerne werden. Wir fordern die Landesregierung nachdrücklich auf, die geplante Schließung zu stoppen und den Weg für eine Rekommunlalisierung zu ebnen. Auch für die Beschäftigten an beiden Standorten würde das eine deutliche Verbesserung bedeuten. In diesem Sinne wäre das gute Politik für die Menschen im Land“, so Kühhirt weiter.

    Ver.di fordert ein grundsätzliches Konzept für die Geburtshilfe und Kinderkliniken in Mecklenburg-Vorpommern, damit die Versorgung im ländlichen Raum auch zukünftig gewährleistet bleibt. „Wer die medizinische Grundversorgung im ländlichen Raum zukünftig erhalten will, braucht mutige politische Entscheidungen. Die Privatiserungsideologie der Neunziger Jahre und Nullerjahre muss Vergangenheit sein. Wir brauchen neue Strukturen und Beteiligungsformen, die öffentlich gesichert sein müssen und nicht der Renditerezielung dienen“, so Kühhirt.