FB 03 - Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Angespannte Liquiditätssituation Westmecklenburg-Klinikum

    Angespannte Liquiditätssituation Westmecklenburg-Klinikum

    Die Nachricht der angespannten Finanzsituation des Westmecklenburg-Klinikums kam für die Gewerkschaft ver.di sowie die Mitarbeitervertretungen unerwartet, wenn auch nicht ganz überraschend.

    Überraschend ist die Information zu diesem Zeitpunkt nicht, weil bereits in den vergangenen drei Jahren gerade in den Herbst-Monaten ähnliche Nachrichten die Runde machten. Dies ist erstaunlicherweise auch der Zeitraum, in dem die Tarifverhandlungen für das ärztliche Personal sowie etwas zeitversetzt für Pflege und Verwaltung starten.

    Die aktuelle Situation wird von ver.di folgendermaßen bewertet:

    • Nicht die tariflichen Gehälter und die Jahressonderzahlung sind das Problem, sondern die Liquiditätsprobleme deuten auf strukturelle und planerische Schieflagen hin.
    • Kommunikation geht anders: Beschäftigte, Mitarbeitervertretung und Gewerkschaft können von finanziellen Problemen nicht erst aus der Zeitung erfahren.

    Daher fordert ver.di von der Geschäftsleitung sowie den Gesellschaftern:

    • Transparente Kommunikation bei der Erstellung eines möglichen Sicherungskonzepts.
    • Einbindung der Mitarbeitervertretungen in die Erstellung eines Konzepts zur langfristigen Sicherung.
    • Zügiger Abschluss der Tarifverhandlungen zwischen ver.di und Geschäftsleitung.

    Für ver.di steht insbesondere mit Blick auf Tarifverhandlungen fest, dass die aktuelle Situation keine Auswirkungen auf die Forderungen zur Weiterentwicklung des Gehaltsniveaus in den Westmecklenburg-Kliniken haben wird. Die Forderung von ver.di wird also hiervon unabhängig diskutiert und aufgestellt.

    Aktuell hat ver.di zur aktuellen Lage des Klinikums einen Gesprächstermin mit dem Landrat sowie der Geschäftsführung angefragt. Die Tarifkommission wird einberufen, damit zügige Verhandlungen erfolgen können.