FB 03 - Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Klinikpersonal entlasten

    Klinikpersonal entlasten

    Unser Warnstreik am 19.9.2017 war ein Erfolg. Wir möchten uns bei allen aktiven Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz, Engagement und Mut bedanken! Und dieser Mut wird belohnt. Wir haben für den 21.11.2017 mit dem Arbeitgeber einen ersten Gesprächstermin für Gesundheitsschutz und Entlastung vereinbart. Die ver.di-Tarifkommission hat auf ihrer Sitzung am 11.10.2017 beschlossen, diesen Gesprächen eine Chance zu geben, die wir auch nutzen wollen.

    Am 16.11.2017 wird die ver.di-Tarifkommission erneut tagen und sich inhaltlich vorbereiten. In diesem Sinne starten wir eine Tarif-Umfrage nach den inhaltlichen Schwerpunkten (siehe Anhang der Datei "Mut wird belohnt..." im Download). Wir bitten Euch, diese auszufüllen und bis zum 10.11.2017 beim Betriebsrat abzugeben.

    Konkret fordert ver.di unter anderem Regelungen zum Belastungsausgleich, falls die tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden. Zudem muss sich die Ausbildungsqualität verbessern, beispielsweise durch die Freistellung von Ausbilder/innen für die Zeit der praktischen Anleitung von Auszubildenden. Es muss ausgeschlossen werden, dass Auszubildende für die Kompensation von Personalengpässen herangezogen werden. Fakt ist: Schon lange können wir den Personalmangel nicht mehr durch unser eigenes Engagement ausgleichen. Wenn wir es doch versuchen, leiden wir selbst darunter, bis zur Krankheit oder der Flucht aus dem Beruf. Ein Weiter-so darf es nicht geben!

    _____________

    Erneut Streiks in Kliniken für einen Tarifvertrag Entlastung - Bsirske fordert Sofortprogramm gegen den Pflegenotstand

    Berlin, 10.10.2017

    Klinikbeschäftigte in vier Bundesländern treten heute und morgen (Dienstag, den 10., und Mittwoch, den 11. Oktober 2017) in den Streik für einen Tarifvertrag Entlastung. Hintergrund sind die für die Beschäftigten psychisch und gesundheitlich untragbaren und belastenden Arbeitsbedingungen, die mit der akuten Personalnot einhergehen. "Die Arbeitgeber sind in der Verantwortung, die Arbeit so zu organisieren, dass die Beschäftigten nicht krank werden.
    Bitter, dass ein Streik nötig ist, damit im Krankenhaus das passiert, was in anderen Branchen eine Selbstverständlichkeit ist," sagte das für die Gesundheitspolitik zuständige Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Sylvia Bühler. Sie wisse, wie viel Mut es bräuchte, die Arbeit gerade im Krankenhaus, niederzulegen und sich nicht mehr moralisch erpressen zu lassen, so Bühler. Erstmals schließen sich am Mittwoch Beschäftigte eines katholischen Krankenhauses den Streikenden an, Beschäftigte der katholischen Marienhausklinik Ottweiler (Saarland).

    Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske forderte die Politik auf, nicht länger tatenlos zuzuschauen, sondern zu handeln. Das Erkämpfen der Beschäftigten von Tarifverträgen mit den Arbeitgebern sei nur ein Schritt zur Verbesserung. Unabhängig davon müsse die Politik ihre Verantwortung für eine generelle Regelung übernehmen. Alle Parteien
    hätten vor der Wahl versprochen, dass sie das Thema Pflege anpacken wollten. "Wir brauchen gesetzliche Lösungen gegen den Personalmangel.
    Sonst droht ein Kollaps in der Pflege," so Bsirske. Der Personalnotstand der Kliniken dürfe nicht länger auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Bundesweit fehlen nach einer ver.di-Erhebung 162.000 Stellen in Krankenhäusern, allein 70.000 Stellen für Pflegefachkräfte.

    "Bei den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen müssen sich die künftigen Regierungsparteien der politischen Verantwortung für den Personalmangel stellen und ein Personalbemessungsgesetz auf den Weg bringen", sagte Bsirske. "Zur Linderung der schlimmsten Not brauchen wir sehr bald ein Sofortprogramm, damit keine Pflegekraft mehr alleine auf einer Station Dienst machen muss, vor allem nachts nicht", so Bsirske. Außerdem müsse ausreichend Zeit für die Ausbildung eingeplant werden.

    Zur Unterstützung der politischen Forderungen beteiligen sich Klinikbeschäftigte bundesweit mit Aktionen. Unter dem Motto "Grenzen setzen" verweigern sie Überstunden, das kurzfristige Einspringen und nehmen sich Pausen, wie sie gesetzlich vorgeschrieben sind. "Gut, dass die Beschäftigten nicht mehr bereit sind, die Personalnot still zu erleiden", sagte Sylvia Bühler. Immer mehr Beschäftigte würden erkennen, dass sie sich "schützen müssen, dass sie Grenzen setzen und
    sich wehren müssen. Im Interesse ihrer Gesundheit, aber auch im Interesse der Patienten", so Bühler.

    Pressekontakt:
    V.i.S.d.P.:

    Daniela Milutin, ver.di-Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin, Tel.: 030/6956-1011, und -1012, Fax: 030/6956-3001, e-mail: pressestelle@verdi.de

    _______________

     

    Soli-Gruß an Sana Wismar ver.di Schwerin Soli-Gruß an Sana Wismar

    Aus der AWO- Kita in Picher geht ein Solidaritätsgruß an die Sana-Klinik-Mitarbeiter nach Wismar - Toll!

     

     

    Und hier ein Link zum Bericht des NDR-Nordmagazins:

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Streik-in-Wismarer-Klinik,nordmagazin45476.html

    und auch den Kommentar aus den Tagesthemen als einzelnes Video könnt ihr euch hier anschauen:

    https://www.facebook.com/tagesschau/videos/10155843307744407/?hc_ref=ARQLPVgEq1nhXp-EZ6RFXo8Z6mneSYnrHI1cGJmfBgWAiqqifuXR1wCm_sS8V4w-x8E&pnref=story

    weitere Pressestimmen findet ihr unter den Fotos.....

    _________________

    Lübeck, 19. September 2017

    Erfolgreicher Warnstreik und Aktionen für mehr Entlastung in unseren Krankenhäusern im Norden

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte heute, den 19.09.2017, am Sana Hanseklinikum Wismar zu einem Warnstreik aufgerufen und an mehreren anderen Krankenhäusern im Norden zu betrieblichen Aktionen. Im Zentrum des Warnstreiks sowie der Aktionen stand das Thema Entlastung für das Krankenhauspersonal. „In beiden nördlichsten Bundesländern haben die Krankenhausbeschäftigten noch mal ein kräftiges Signal für mehr Entlastung und Personal gesetzt.
    Der erfolgreiche Warnstreik am Hanseklinikum Wismar hat verdeutlicht, wie dramatisch die Situation in der Pflege ist und dass wir das Thema durchsetzen wollen“, sagte Steffen Kühhirt Landesbezirksfachbereichsleiter bei ver.di-Nord.
    Am Hanseklinikum Wismar warnstreikten die Pflegekräfte der OPDienste, der Radiologie und der Funktionsdienste. „Wir haben mit dem erfolgreichen Warnstreik ein wirksames Zeichen gesetzt. Jetzt ist der Arbeitgeber am Zug“, sagte Steffen Kühhirt.
    In Kiel, Lübeck, Neumünster, Greifswald und Stralsund gab es erfolgreiche betriebliche Aktionen. „Auch dort haben die Krankenhausbeschäftigten gezeigt, dass ihre Geduld zu Ende ist. Ein ‚Weiter so‘ darf es nicht mehr geben. Die neue Bundesregierung muss die prekäre Situation an den Krankenhäusern auflösen und eine gesetzliche Personalbemessung auf den Weg bringen“, fordert Steffen Kühhirt.

    Hier einige Fotos vom SANA-Hanse-Klinikum in Wismar:

    Warnstreik Wismar 19.09.17 ver.di Schwerin Warnstreik Wismar 19.09.17
    Warnstreik Wismar 19.09.17 ver.di Schwerin Warnstreik Wismar 19.09.17
    Warnstreik Wismar 19.09.17 ver.di Schwerin Warnstreik Wismar 19.09.17
    Warnstreik Wismar 19.09.17 ver.di Schwerin Warnstreik Wismar 19.09.17
    Warnstreik Wismar 19.09.17, Presse vor Ort ver.di Schwerin Warnstreik Wismar 19.09.17

    Und hier einige Pressestimmen:

    Hamburger Abendblatt (dpa-Meldung): https://m.abendblatt.de/region/mecklenburg-vorpommern/article211972815/Warnstreik-fuer-Entlastung-der-Pflegekraefte.html

    Ostsee-Zeitung (dpa-Meldung): http://m.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Wismar/Warnstreik-fuer-Entlastung-der-Pflegekraefte.html

    NDR: http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Warnstreik-am-Sana-Hanse-Klinikum-in-Wismar,streik1614.html

    SVZ Vorbericht: https://www.svz.de/lokales/gadebusch-rehnaer-zeitung/morgen-warnstreik-im-hanse-klinkum-id17865956.html

    Ostsee-Zeitung Vorbericht: http://m.ostsee-zeitung.de/Mecklenburg/Wismar/Am-Dienstag-Streik-im-Klinikum-Wismar.html

    _____________________________

    Mehr von uns ist besser für alle ver.di Klinikpersonal entlasten

    Klinikbeschäftigte streiken für Entlastung im Krankenhaus

    ver.di ruft die Beschäftigten des Sana Hanseklinikums Wismar am Dienstag, 19. September 2017, von 6.00 Uhr - 16.00 Uhr zum Warnstreik für einen Tarifvertrag Entlastung auf. „Leider zeigt der Arbeitgeber keine Bereitschaft, unserer Aufforderung zu Tarifverhandlungen über die Entlastung des Klinikpersonals nachzukommen“, sagte Steffen Kühhirt, verantwortlich für Gesundheit und Soziales bei ver.di Nord. “Deshalb erhöhen wir jetzt mit einem ersten Warnstreik den Druck. Wir meinen es ernst: Die Arbeitsbedingungen müssen sich verbessern – und zwar schnell.“
    Konkret fordert ver.di unter anderem die Festlegung einer Mindestpersonalausstattung im Tarifvertrag sowie Regelungen zum Belastungsausgleich, falls die tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden. Zudem muss sich die Ausbildungsqualität verbessern, beispielsweise durch die Freistellung von Ausbilder/innen für die Zeit der praktischen Anleitung von Auszubildenden. Es muss ausgeschlossen werden, dass Auszubildende für die Kompensation von Personalengpässen herangezogen werden. „Wir brauchen ein tariflich festgeschriebenes Konsequenzen-Management, das bedeutet, ist zu wenig Personal da, müssen Betten gesperrt werden“, so Kühhirt.
    „Die Beschäftigten der Krankenhäuser sind am Limit, die Arbeitsüberlastung ist unerträglich. Darauf hat ver.di immer wieder mit Aktionen und Appellen Aufmerksam gemacht«, erklärte Steffen Kühhirt. »Geredet wurde viel, jetzt müssen die Klinikleitungen endlich aktiv werden und mit ver.di über einen Tarifvertag Entlastung verhandeln.“
    Getrennt von dieser Tarifbewegung setzt sich ver.di auf politischer Ebene für verbindliche Personalvorgaben per Gesetz ein. Nach Berechnungen der Gewerkschaft müsste es für eine gute und sichere Versorgung 162.000 Stellen in Krankenhäusern mehr geben, davon 70.000 Pflegefachkräfte.
    „Der Warnstreik am Hanseklinikum Wismar ist rechtmäßig und die Beschäftigten machen von ihrem verbrieften Streikrecht Gebrauch“, erklärt Kühhirt.
    Kontakte: (auch am 19.9.2017 vor Ort) Steffen Kühhirt: 0170/5 74 97 19, Ivo Garbe: 0151/52 01 65 26

    Weitere Informationen: www.klinikpersonal-entlasten.de

    _____________

    ver.di hat das Sana Hanse-Klinikum Wismar zu Tarifverhandlungen für einen Tarifvertrag Entlastung und Gesundheitsschutz aufgefordert

    Unsere Geduld ist zu Ende. Der permanente Personalmangel sorgt für extrem hohe Belastung und Arbeitsdichte – vor allem im Pflegebereich. Das wollen wir ändern.  Deshalb haben wir den Arbeitgeber am 25.7.2017 zu Tarifverhandlungen für einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert.

    Denn klar ist: Wir wollen unsere Patientinnen und Patienten gut und sicher pflegen und versorgen. Wir wollen gesund bleiben und wieder Freude bei der Arbeit haben. Wir wollen mehr Personal und Entlastung.

    Alle wissen um die dramatische Situation und die Arbeitgeber ändern daran nichts. Deshalb machen wir das Thema Entlastung für alle Beschäftigten im Krankenhaus nun zum Gegenstand einer tarifpolitischen Auseinandersetzung. Die ver.di-Tarifkommission im Sana Hanse-Klinikum Wismar hat beschlossen, den Arbeitgeber zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufzufordern.

    Unsere Forderungen:

    • Wir fordern eine Mindestpersonalausstattung,
    • Ein Konsequenzen-Management, also Regelungen zum Belastungsausgleich, wenn diese tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden.
    • Keine Nacht allein
    • Kein unbegrenztes ‚Holen aus dem Frei'
    • Mehr Zeit für Praxisanleitung und Ausbildung

    Wir haben dem Arbeitgeber konkrete Termine  angeboten und erwarten, dass er zeitnah die Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung mit uns aufnimmt.

    Die Aufforderung zu Tarifverhandlungen ist eingebettet in die bundesweite Bewegung für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus. Bundesweit fehlen 162.000 Stellen, 70.000 allein in der Pflege. 64 % der Pflegekräfte müssen nachts allein durchschnittlich 26 Patient/innen pflegen und versorgen. Auch in anderen Bereichen des Krankenhauses ist die Belastung enorm.

    Die Arbeitgeber haben die Verantwortung für gute Arbeitsbedingungen, die durch entsprechende Tarifverträge zu regeln sind. Der Gesetzgeber hat die Verantwortung für eine gute Gesundheitsversorgung mit einer vorgeschriebenen Personalausstattung und einer ausreichenden, zweckgebundenen Finanzierung.

    Unser Ziel: Mehr Personal und Entlastung. Dafür brauchen wir dich.

    Unsere Erfahrung: Trotz hohem persönlichem Einsatz kann der Personalmangel nicht ausgeglichen werden.

    ver.di fordert quer durch das ganze Bundesgebiet öffentliche und private Kliniken zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung auf, in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. Darüber hinaus machen Beschäftigte in über 100 Kliniken Druck und setzen Grenzen, sie wollen nicht mehr auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit versuchen, die Personalnot auszugleichen.

    Mehr Infos zur Bewegung für mehr Personal und Entlastung findest du hier: http://www.klinikpersonal-entlasten.verdi.de

    Wir werden aktuell informieren.

    FB 3 - Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen, Ivo Garbe, ver.di Bezirk Schwerin, Dr.-Külz-Str. 18, 19053 Schwerin, Telefon: (0385) 59190-50, Fax: (0385) 59190-77, E-Mail: ivo.garbe(at)verdi.de