FB 03 - Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen

    Für mehr Personal in Krankenhaus und Altenpflege

    Für mehr Personal in Krankenhaus und Altenpflege

    Tag der Pflege 2017 ver.di Pflegeaktionstag 2017

    wir haben uns Gehör verschafft.

    In Wismar und bundesweit haben die vielfältigen Aktionen zum Tag der Pflege große Resonanz in der Öffentlichkeit hervorgerufen, mit großer Wertschätzung für die Beschäftigten in den Krankenhäusern und der dringenden Forderung nach schneller Entlastung.

    Vielen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben und die zahlreiche solidarische Unterstützung!  

    Kundgebungen am 12.05. fanden neben Lübeck, Kiel, Greifswald, Rostock und Wolgast auch

    in Wismar, ab 16:00 Uhr auf dem Markt statt.

     

    ... hier der Pressebricht aus der Ostseezeitung....

     

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    Pressemitteilung ver.di Nord:  Erfolgreicher ver.di-Aktionstag am Tag der Pflege

    Lübeck, 12.05.2017

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) zieht eine positive Bilanz des länderübergreifenden Aktionstages zum Tag der Pflege.

    An den Aktionen in den beiden nördlichsten Bundesländern beteiligten sich rund 1.000 Beschäftigte - vorrangig aus Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen.

    „Damit haben die Pflegebeschäftigten ein weiteres starkes Signal gesetzt, um auf die prekären Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und in der Altenpflege aufmerksam zu machen. Der alltägliche Rechtsbruch in der Pflege ist als Dauerzustand nicht erträglich. Deshalb müssen die politischen Akteure, Arbeitgeber und Sozialleistungsträger dringend handeln und eine gesetzliche Personalbemessung auf den Weg bringen“, so Steffen Kühhirt, Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Soziales bei ver.di-Nord.

    ver.di fordert Personalbemessung und Sofortprogramm:

    Bundesweit fehlen an deutschen Krankenhäusern circa 162.000 Stellen, davon rund 70.000 in der Pflege. Auch im Norden sind die Krankenhäuser unterbesetzt und es fehlen tausende Stellen. Deshalb fordert ver.di von der neuen Bundesregierung eine Regelung für eine gesetzliche Personalbemessung und zur dringenden Abhilfe ein Sofortprogramm für 20.000 Stellen. Um dies zu leisten, muss die Attraktivität des Pflegeberufes deutlich verbessert werden bei Vergütung und Arbeitsbedingungen. Weiterhin müssen die Anstrengungen bei Ausbildung und Qualifikation verstärkt werden, um zukünftig genug gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung zu haben.

    Forderungen an eine neue Landesregierung in Schleswig-Holstein:

    „Wir erwarten von einer neuen Landesregierung in Schleswig-Holstein ein klares und eindeutiges Bekenntnis für eine gesetzliche Personalbemessung - mindestens in Form einer Bundesratsinitiative. Darüber hinaus kann die neue Regierung eine landesweite Empfehlung für eine Mindestbesetzung in der Pflege auf den Weg bringen, sowie Regelungen zur tariflichen Allgemeinverbindlichkeit in der Altenpflege, das ist eindeutig eine Landesaufgabe und darf nicht in Richtung Berlin verschoben werden", so Kühhirt weiter.

    Hinweis für die Redaktionen: Für Rückfragen steht Steffen Kühhirt unter der Rufnummer 0170-5749 719 zur Verfügung.

    V.i.S.d.P.: Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord, Dänische Str. 3-9 - 24103 Kiel, Tel.: 0431/66 08-01 / -102, Fax: 0431/66 08-110, Handy: 0170-5613 404, E-Mail: frank.schischefsky@verdi.de

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    Pressemitteilung

    Schwerin, 10. Mai 2017

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di veranstaltet am 12. Mai 2017 – am Internationalen Tag der Pflege – einen Aktionstag in Wismar auf dem Marktplatz um 16 Uhr für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus.

    Vorgestellt wird der Norddeutsche Appell mit Beschäftigten aus den Krankenhäusern und prominenter Unterstützung. Die Aktion eignet sich sehr gut für Bildberichterstattung.

    „Wir wollen den dramatischen Personalmangel und die damit verbundene extreme Arbeitsbelastung für die Pflegebeschäftigten nicht länger akzeptieren. Es muss für die Beschäftigten möglich sein, auch ohne Rechtsbruch der vorgeschriebenen Regeln, Patientinnen und Patienten zu versorgen. Der permanente personalpolitische Ausnahmezustand muss dringend beendet werden. Die Arbeit in der Pflege darf nicht krank machen. Wir brauchen dringend eine gesetzliche Personalbemessung, damit der Kostendruck nicht länger auf den Rücken der Beschäftigten und Patientinnen und Patienten ausgetragen wird.“ sagt Steffen Kühhirt, verantwortlich für Gesundheitspolitik bei ver.di-Nord.

    ver.di fordert Personalbemessung und Sofortprogramm

    Bundesweit fehlen an deutschen Krankenhäusern circa 162.000 Stellen, davon rund 70.000 in der Pflege. Auch im Norden sind die Krankenhäuser unterbesetzt und es fehlen tausende Stellen. Deshalb fordert ver.di von der neuen Bundesregierung eine Regelung für eine gesetzliche Personalbemessung und zur dringenden Abhilfe ein Sofortprogramm für 20.000 Stellen. Um dies zu leisten, muss die Attraktivität des Pflegeberufes deutlich verbessert werden bei Vergütung und Arbeitsbedingungen. Weiterhin müssen die Anstrengungen bei Ausbildung und Qualifikation verstärkt werden, um zukünftig genug gut ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung zu haben.

    ver.di will notfalls auch mit Streiks Druck machen

    Die Gewerkschaft setzt auf politische Regelungen des Gesetzgebers für alle Krankenhäuser und Einrichtungen. Um aber den Druck zu verstärken, bereitet sich ver.di auch auf betriebliche Aktionen vor – bis hin zu Warnstreiks. „Wir sind festen Willens, die unerträglichen Situation in der Pflege zu verändern und stehen klar an der Seite der Beschäftigten. Deshalb werden wir den Beschäftigten in den Krankenhäusern auch gewerkschaftliche Angebote machen, ihre Interessen nach einer menschlichen Arbeitssituation durchzusetzen. Das können Warnstreiks sein, aber wenn die Beschäftigte in einen Krankenhaus sich den freiwilligen Leistungen, wie dem „Rufen aus dem Frei“, kollektiv entziehen, wird der eklatante Personalmangel auch ohne Arbeitskampf sichtbar“ so Kühhirt.

    Kontaktdaten vor Ort in Wismar: Ivo Garbe, 0151-52016526, ivo.garbe@verdi.de

    Auch in weiteren Städten entlang der Ostseeküste werden Demonstrationen, Kundgebungen und betriebliche Aktionen in den Krankenhäusern stattfinden:

    • Rostock, Universitätsmedizin, Schillingalle, 13.15 Uhr, Kreativaktion
    • Stralsund, Gewerkschaftshaus, alter Markt, 15.30 Uhr, Demonstration
    • Greifswald, Universitätsmedizin, 11.00 Uhr, aktive Mittgaspause
    • Wolgast, Kreiskrankenhaus, 15.00 Uhr, Kundgebung.
    • Kiel, Bahnhofsvorplatz, , 15.00 Uhr, Demonstration mit Kundgebung
    • Lübeck, Gewerkschaftshaus, Holstentorplatz 1-5, 15.30 Uhr, Kundgebung

     

    Manuela Schwesig unterzeichnet Nordappel zum Tag der Pflege ver.di Schwerin Manuela Schwesig ist mit dabei

    Auch die Bundesministerin Manuela Schwesig unterstützt unser Anliegen....