Bezirk Schwerin

    Verhandlungsrunde für den ÖD

    Verhandlungsrunde für den ÖD

    12.04.2016 | Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) befürchtet eine weitere Eskalation im Tarifkonflikt für die 2,14 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

    Das heute unterbreitete Arbeitgeberangebot ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten.  Die Arbeitgeber versuchen in Zeiten von größten Haushaltsüberschüssen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die Beschäftigten von der Reallohnentwicklung abzuhängen und einen Reallohnverlust zu generieren. Eine solche Unverschämtheit ist eine neue Stufe der Eskalation seitens der Arbeitgeber. Darüber hinaus ist das von den Arbeitgebern verbreitet angebliche Angebot von drei Prozent, eine Mogelpackung. Betrachtet man es genau, Betrachtet man es genau, landet man bei 0,66% Erhöhung im Jahr 2016 und nur 1,2% im Jahr 2017.

     „Wer auch zukünftig einen guten und funktionierenden öffentlichen Dienst will, der muss auch bereit sein, die Beschäftigten fair und gut zu bezahlen. Mit Angeboten wie sie vorgelegt wurden, insbesondere der Forderung nach zusätzlichen Belastungen für die Beschäftigten in der Altersvorsorge, wird nur eine Situation heraufbeschworen, die niemand ernsthaft möchte: Streiks im öffentlichen Dienst“, so Karin Hesse, Leiterin des ver.di Landesbezirks Nord, heute nach den ergebnislosen Verhandlungen in Potsdam.

    „Es kann doch nicht sein, dass die Beschäftigten, die gerade in den letzten Monaten über die Grenzen der Belastbarkeit hinaus gegangen sind, mit so wenig Wertschätzung von ihren Arbeitgebern gewürdigt werden. Ein Staat, der seine Aufgaben ordentlich erledigen will, braucht dazu gut qualifiziertes und auch lebensauskömmlich bezahltes  Personal in ausreichender Anzahl und muss diese mehr wertschätzen als das bislang der Fall ist. Die personelle Ausstattung in vielen Bereichen ist aber seit langem bewusst zu eng und es mangelt an Nachwuchskräften“,  so Hesse weiter.

    In Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden die Beschäftigten nun bis zum nächsten Verhandlungstermin verstärkt in regionale Warnstreikaktivitäten eingebunden. Nähere Informationen dazu wird ver.di Nord regional kommunizieren.

    ver.di fordert sechs Prozent mehr Entgelt und die Anhebung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro pro Monat. Zudem will die Gewerkschaft die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverträgen abschaffen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen.

    Für die Tarifverhandlungen haben die Gewerkschaften mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen noch einen weiteren Termin, am 28. und 29. April in Potsdam vereinbart.

    V.i.S.d.P.: Frank Schischefsky – Pressesprecher - ver.di Landesbezirk Nord, Dänische Str. 3-9 - 24103 Kiel, Tel.: 0431/66 08-01 / -102, Fax: 0431/66 08-110, Handy: 0170-5613 404, E-Mail: frank.schischefsky@verdi.de

     

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